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Mein beruflicher Werdegang

 
 


Auf dieser Seite konzentriere ich mich meistens auf meiner professionellen beruflichen Tätigkeit.

Jedesmal wenn ich beim PC agiere wundere ich mich wie rasant geht voran und habe sich IT-Bereich entwickelt. Es kann zurzeit viele Sache mit modernen Hard-, Netz- und Software kinderleicht erledigen und keine Ahnung davon haben, was und wie innerhalb des Systems genau geschieht. Aber hinter dieser riesigen Erfolgen stehen gigantische Bemühungen und peinlich genaue Arbeit vieler und vieler klugen und kreativen Köpfen und Organisationen. Und ich habe gute Möglichkeit aufgrund meiner mehrjährigen Erfahrungren etwas daran sich erinnern und darüber erzählen. Es könnten allmählich folgende Themen betrachtet (einige Informationen befinden sich auch unter "Ausbildung") werden:

  • einzelne IBM-kompatible Großrechner (Prinzipien, Befehle, Ein- und Ausgabe etc - diese Architektur meiner Meinung nach ist ganz perfekt - im Unterschied von z.B. Intel - überlegt und entwickelt)
  • Betriebssysteme (Job-, Task- und Datenverwaltung, Besonderheiten etc.)
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  • remote Unterstützung und SNA-Architektur (Knoten T5, T4, T2, T1)
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  • Jobeingabesubsysteme (einzelner Rechner und zentrale Verwaltung von vielen Rechnern)
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  • komplette Performance der Computersysteme (Probleme was und wie ermessen, schätzen, modelieren usw)
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  • 7-Layermodell und die Netze, Protokolle der elektronischen Post und virtuellen Dateien
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  • PC, lokale Netze und Internet
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  • UNIX-Server, Datenbanksystemverwaltung Informix etc.
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  • MRPII/ERP-Systeme (als Beispiel "MAX International" und SAP R/3)
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    Ein Paar Monate nach dem Universitätabschluss begann ich meine berufliche Tätigkeit in einer der großten und respekthabenden Computerwerke der ehemaligen UdSSR. Ich war in die respektvolle Systemsoftwareabteilung eingetreten, die besten Leute sammelte und aus deren viele andere Softwareabteilungen später eingerichtet wurden. Damals gerade hatte der Werk die Herstellung älterer Computer beendet und begann die ganz andere - IBM-kompatible Großrechner - zu erzeugen. Altere Maschine und Software wurden von Anfang an am Werk selbst projektiert, entwickelt und produziert. Über die Leistungen besser allen sagte die Schätzung der amerikanischen FBI: "Die Computer des kasaner EDV-Werks waren derselbes Arbeitspferd, auf deren alle Militär und Kosmos des Landes standen".

    Im Arbeitsbuch steht mein Beruf als "Ingenieur" oder "Konstruktionsingenieur" verschiedener Kategorien geschrieben. Damals verstand man darunter alles, was heutig in vielfältige Spezialitäten - wie Softwareentwickler, Programmierer, Systemadministrator, Analytiker, Betreuer, Berater, Organisator etc. - entwickelt wurde. Das heißt, dass dieser Job ganz verschiedene Aufgaben umfasste - alles im einem Flakon sozusagen.

    "Vergessen Sie die Induktion, Vergessen Sie die Deduktion und geben Sie uns die Produktion" - so schertzte damals der berühmteste sowjetische Komiker A. Reikin. Die Nachfrage auf die Produktion war sehr groß, aber die hergestellte Maschine ES1030, die von Institut in Erewan, Armenien, entwickelt wurde, war sehr schwach und mangelhaft. Deshalb entschied der Werk eine ganz neue Maschine mit eigenen Kräften entwickelt. Und das hat gut gelungen - die ES1033 war der beste Großrechner seiner Klasse in der ehemaligen UdSSR und sozialistischen Ländern. Bei ihrer (und später auch anderer Computern) Entwicklung haben auch wir Softwarespezialisten uniquelle Erfahrungen gekriegt:

    • erstens, man muß in Hardware (CPU- und Channelbefehle, Interruptionsmechanismen etc.) perfekt auskennen
    • zweitens, man muss genau wissen, wie das Betriebssystem sowohl allgemein als auch in kleinesten Details funktioniert
    • drittens, man muss Bescheid kennen wie einen Fehler (egal wo - in der Zentralehardware, Software oder im Gerät - er gesteckt ist) zu finden, wenn etwas schief läuft

    Die Sache besteht darin, dass jede hergestellte Maschine sollte bestimmte Testen erledigen - zuerst wird CPU und Speicher testiert, danach auch Eingabe- und Ausgabegeräte und letzendlich wird alles unter dem Betriebssystem geprüft. Und gerade hier treffen sich besonders komplizierte Situationen, deren Ursachen bei damaligen Technologien ein schlechtes Elektrokontakt, falsche Drahtung usw sein können. Z.B. ensteht ein Fehler in Aufgabe auf Cobol (es müssen die Aufgaben für alle wichtigen Komponenten, wie Translatoren Assembler, Algol, Cobol, PL/1, RPG, Fortran und verschiedene Systemdienste richtig erfüllt werden) oder - was viel schlimmer ist - in einem Systemprogramm sollte man die Situation schnell lokalisieren, um zusammen mit Hardwarefachleuten die genaue Ursache zu finden und zu beheben.

    Auch bei der Kunden trafen sich ganz uniqelle Situationen. Als eine der meiner Leistungen kann ich nächstes Beispiel hier zeigen - die erste Rechner ES1033 waren noch mangelhaft und ein der moskauer Werke in Kosmosbereich versuchte von unserem Werk große Strafe (um diese Summe zu verdienen sollte ich damals etwa halbhundert Jahre arbeiten) zu kriegen, unser Unternehmen war bereit das zu befriedigen; aber ich und die besten Hardwarefachleute konnten dieses ziemlich komplizierte Problem beim Kunden erfolgreich erledigt.

    Man sollte stets Neues erlernen und beherrschen, dabei meistens aus Quelltexten auf Makroassembler - und das sind die tiefste Kenntnisse sowohl der Programmiersprache selbst als auch der Systemsoftware überhaupt - und neue Erfahrungen gewinnen.

    Gleichzeitig haben wir auch zusammen mit den Partnern aus Moskau und ehemaligen DDR in Weiterentwicklung neuer Betriebssystemen und ihrer Erweiterungen teilgenommen. Diese Software wurde meistens auf Grunde der Adaptation der IBM-Software entwickelt. Mein Team beshäftigte sich mit dem Jobeingabesystem, das heute als Komponent JES3 in IBM OS/MVS bekannt ist. Zeitdem bin ich in die große Softwaresysteme fast verliebt und versuchte immer so tief wie es möglich ist sie auszukennen. "Wenn die Arbeit ein Vergnügen ist, wird das Leben zur Freude" - dieser Spruch von M. Gorkij wiederspiegelt ganz gut auch mein Leben.

    Die Jobeingabesysteme steigerten bedeutend die Performance der Computersysteme und in meiner Promotion habe ich gezeigt, welche Jobs-, Software- und Hardwareparameters besonders wichtig sind und welchen Einfluss sie ausüben. Ich habe spezielle Messprogramme entwickelt, die in das Kern des Betriebssystems und andere Stelle integriert wurden. Mit ihrer Hilfe habe ich viele überraschende Ergebnisse bekommen und als Konsequenz die entsprechende Programme weiterentwickelt und optimiert. Außerdem wurden die Simulator-Modelle (auf der speziellen Programmiersprache GPSS) entwickelt, mit Hilfe deren kann man sehr schnell und präzis die komplette Performance schätzen. Mehr Informationen darüber werden auf der russischen Seiten meiner Website dargestellt.

    Ich habe auch als Leiter der Systemsoftwareabteilung (es wurde unter anderen Aufgaben die Software für alle Knotentypen der SNA-Architektur entwickelt) mit etwa 40 Mitarbeiter erfolgreich gearbeitet, aber rein organisatorische Tätigkeit passt nicht besonders für mich. Deswegen wenn neue Möglichkeiten entstanden begann ich als Experte in einem russisch-britischen Unternehmen zu agieren.

    Zuerst sollte man das Betriebsystem Unix und Datenbanksystem Informix erlernen und behersschen. Danach entstand ganz neue Herausforderung - ein großes integriertes MRPII/ERP System "MAX International", das seit 1985 mit gutem Erfolg in vielen Länder benutzt wird. Meine weitere mehrährige Tätigkeit war mit diesem System verbunden.

    Jedes MRPII/ERP System bildet verschiedene Wirtschaftsbereiche nach der entsprechenden modernen Theorie und Methoden ab und fasst tausende Funktionen um. Ich war für alle Rechnungwesenmodule zuständig, die sehr eng mit allen anderen Modulen verknüpft sind. Deshalb ist mir auch die ganze Wertschöpfungskette gut bekannt.

    Für das System SAP R/3 interessierte ich mich seit dieser Zeit und habe mich deshalb nach der Einreise ins Deutschland in diesem Bereich weiterqualifiziert, zuerst als SAP - Entwickler und später als FI/CO - Anwender/Berater.

     

     
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